Das Mädesüß... eine Heil- und Duftpflanze

Dieser Name hat nichts mit einem süßen Mädl zu tun - der Name stammt noch von den Germanen, die damit ihren Met gesüßt und aromatisiert haben.

Mädesüß heißt die Pflanze auch, weil sie so einmalig nach Honig, Vanille und Bittermandel duftet.

Dort wo viele Mädesüß wachsen, hüllen sie ihre Umgebung in diesen Duft voller Entspannung und Lebensfreude.

 

Andere Namen für das Mädesüß sind: Geißbart, Spierstrauch oder Wiesenkönigin.

 

Verwenden kannst du:

Vom Mädesüß werden vorwiegend die Blüten genommen, aber auch Blätter und Wurzeln können verwenden werden.

 

Inhaltstoffe:

Ätherisches Öl, Salicylsäure, Vanillin, Zitronensäure, Gerbsäure, Kieselsäure

 

Wirkung: 

Das Mädesüß ist blutreinigend, entgiftend, entzündungshemmend, schmerzstillend, schweißtreibend

 

Hilfreich bei:

Erkältung, Grippe, Fieber

Schmerzen, Migräne, Kopfschmerzen

Gicht, Rheuma

Magen-Darmproblemen

 

Es ist eines der besten Kräuter zur Linderung von Kopfweh und ist bei Grippesymptomen eine wertvolle Hilfe.

Bei Schmerzen und Entzündungen im Mund, die Blätter kauen und in der Backentasche lassen, die Wirkstoffe werden dadurch freigesetzt und lindern die Schmerzen.

 

Der Gehalt der Salicylsäure, die für die Linderung der Schmerzen verantwortlich ist, ist in den Knospen am höchsten.

Früher wurde Salicylsäure aus den Blüten und Knospen gewonnen, heute wird diese synthetisch hergestellt und als Aspirin verkauft.

 

Was kannst du damit machen für die Gesundheit:

Tee

Mädesüßhonig

Mädesüßwasser

Tinktur

Blätter kauen bei Schmerzen im Mund

 

Was kannst du damit machen in der Küche:

 

In der Küche eignet sich das Mädesüß besonders für Desserts

 

Aromatisiere die Schlagsahne mit frischen Mädesüßblüten und verfeinere damit Heidelbeeren, Obstsalat, Kuchen

Auch Milch kann man damit aromatisieren, die Wirkstoffe gehen in die Milch oder Sahne über.

Mit Marmelade eingekocht, gibt Mädesüß ein leichtes Honig-Manderlaroma.

 

Sonstiges:

Früher wurde Mädesüß neben Minze, Lavendel, Salbei und Thymian als "Streukraut" auf den Boden der Wohnräume gestreut und abends wieder weggekehrt. 

Das war eine gängige Methode um Ungeziefer wie z.B. Flöhe den Garaus zu machen und um mit seinem Duft gegen diverse Beschwerden zu helfen.

Das war damals schon Aromatherapie im besten Sinn, die zur Zeit wieder hoch im Kurs steht.

Es ist also nichts Neues, sondern Tradition von alters her. 

 

Das angenehm riechende, blühende Kraut war außerdem fast immer Bestandteil von Hochzeitskränzen.